bis bald in Altstädten
im Allgäu
Vergilbte Blätter sprechen von einer „Alten Stätte“ – und nicht zu Unrecht. Nach dem Rückzug der Gletscherströme betraten die ersten Menschen als Jäger die sonnenwarme, windgeschützte Mulden Umrandung des heutigen Dorfes, um sich etwa 5000 v. Chr. für dauernd auf den Terrassen des Tales anzusiedeln. Der Keltenstamm der Estionen um 1000 v.Chr. und nach ihm die Römer, welche hier die römische Militärkolonie Raetia gründeten, machte das Land vollends urbar und entwickelten hochstehende Kulturen.
Im Ringen um Lebensraum drangen die Alemannen, von Norden kommend, bis zum Alpenrande vor. Im Jahre 498 n.Chr. gestattete der Machterbe Roms, der Ostgotenkönig Theodorich von Ravenna, den Alemannen, sich im Raume von Raetia anzusiedeln. Im Jahre 1888 wurden bei der Erbauung der Bahnlinie Sonthofen-Oberstdorf westlich der Altstädter Pfarrkirche alemannische Reihengräber mit Waffen- und Schmuckbeigaben freigelegt, die den Beweis erbrachten, dass Altstädten seit etwa 500 n.Chr. eine bäuerliche Dorfsiedlung ist. Um 725 n.Chr. erfolgte die Christianisierung des Allgäus durch die gewaltige Missionsarbeit des St. Magnus. Dieser Vorarbeit folgten in romanisch-gotischer Zeit die weltlichen Herrschaftsgebiete. Altstädten gehörte bis 1350 zur Herrschaft Rettenberg/Vorderburg, deren westliche Grenze die Iller war. 1350 verkauften die Tochtererben der Rettenberger die Grafschaft an das Fürstbistum Augsburg, dem Altstädten bis zum Jahre 1803 angehörte.
Um 1400 entstand der Erstbau der Pfarrkirche mit gotischer Innenausstattung. Im Jahre 1734 erstellte Pfarrer Stoß die heutige Pfarrkirche, so wie wir sie, nach der Renovierung in den Jahren 1963 – 1984, als wohl schönste Barockkirche des Oberillertales sehen.
Die anwachsende Bevölkerungszahl zwang im 14. Jahrhundert die Bauern nach neuen Erwerbsquellen zu suchen. Man baute in Altstädten Getreide an (Weizen, Gerste, Roggen und Hafer), das in den heimischen Mühlen im Weidach und in Hinang gemahlen wurde. Eine spärliche Grünlandwirtschaft mit einigen Stück Vieh für den Eigenbedarf wurde gehalten. Nachdem man am benachbarten Grünten Eisenerz fand, entstanden im Dorf Nagelschmieden. Der Flachsbau diente der Hausweberei. Auf der Salzstraße über Oberjoch- Reutte und zum Bodensee gelangte das Rohleinen in benachbarte Länder. Man versuchte es auch mit dem Weinanbau am Südhang oberhalb des Leybaches (daher der Name „Weingartenhöhe“).
Dem Allgäu drohte um das Jahr 1850 eine erschreckende Verarmung. Auch die Altstädter Nagelschmiede und Weber unterlagen im Wettbewerb den aus England kommenden maschinell hergestellten Produkten, die das Zeitalter der Industrie einleiteten. So musste nach neuen Erwerbsquellen Ausschau gehalten werden. Der Retter in dieser Not wurde der Bauer „Karl Hirnbein“ aus Wilhams bei Missen. Dieser praktizierte reine Grünlandwirtschaft vermehrte Viehhaltung und genossenschaftliche Milchverwertung in Sennküchen und gab damit dem Allgäu das Vorbild für seine heutige landwirtschaftliche Struktur – „Milchwirtschaft und Viehzucht“. Die meisten Sennküchen und Käsereien wichen aber inzwischen den Milchverarbeitungsbetrieben, die rationeller arbeiten. Flachs und Korn verschwanden so vom Allgäuer Boden und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Bauernarbeit auf völlig veränderte Grundlagen gestellt.
Die Erschließung mit Straßen und Bahnlinien schufen die Voraussetzungen für bessere Absatzmöglichkeiten in Handel und Handwerk. In Altstädten entstanden ein weithin bekannter Orgelbaubetrieb und die Allgäuer Keramik, die Ton- und Braunkohle aus eigenem Bergwerk bei Imberg förderte und per Seilbahn zum Verarbeitungsbetrieb brachte. Es entwickelten sich die Orte als gemütliche Allgäu-Dörfer zu gern besuchten Ferienorten und im Jahre 1962 wurde Altstädten das Prädikat „Staatlich anerkannter Luftkurort“ zuerkannt. 1976 erfolgte eine weitere Bestätigung dieses Prädikats durch staatliche Stellen. Seit dem 1.1.1976 ist Altstädten ein Stadtteil der Stadt Sonthofen.
| Öffnungszeiten | |
|---|---|
| Dienstag – Sonntag | 10.30 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet (ab Pfingsten bis Anfang Oktober) |
| Montag | Ruhetag |
Sonthofer Hof (1.150 m)
Familie Wagner-Soyer
Tel. 0160-8946965
E-Mail: info@alpe-sonthofer-hof.de
| Öffnungszeiten im Sommer | ||
|---|---|---|
| Freitag bis Mittwoch | ab 10.30 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet. | |
| Sonntag | bis 19 Uhr | |
| Donnerstag | Ruhetag | |
| Öffnungszeiten im Winter | ||
| Freitag | 15.00 – 18.30 Uhr | |
| Samstag | 09.00 – 23.00 Uhr | |
| Sonntag | 09.00 – 17.00 Uhr | |
| Mehr Infos unter https://skiclub-sonthofen.de/Sonthofer-Hof |
Der Sonthofer Hof liegt auf rund 1.150 Metern Höhe oberhalb von Sonthofen und bietet einen weiten Blick über das Illertal und die Allgäuer Alpen. Die Alpe ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Radfahrer und Familien und verbindet alpine Landschaft mit herzlicher Allgäuer Gastlichkeit. Serviert werden regionale Brotzeiten, hausgemachte Kuchen und kleine Schmankerl – ideal für eine genussvolle Pause nach einer Tour. Im Sommer weiden rund um die Alpe Jungtiere, was dem Ort eine besonders ursprüngliche Atmosphäre verleiht. Der Sonthofer Hof ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder über eine mautpflichtige Straße erreichbar und wird in den Sommermonaten bewirtschaftet, im Winter an ausgewählten Tagen. Eine sonnige Terrasse und die gemütliche Stube machen die Alpe zu einem lohnenden Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit.