bis bald in Altstädten
im Allgäu
Östlich oberhalb der kleinen Ortschaft Hinang hat sich der Hinanger Bach über Jahrtausende seinen Weg durch den Fels gebahnt und dabei ein beeindruckendes Tobel mit mehreren Wasserfällen geschaffen. Höhepunkt ist eine rund zwölf Meter hohe Wasserfallstufe, die sich in einer engen Felsklamm in die Tiefe stürzt – ein Naturschauspiel, das zu Recht zu den schönsten im Allgäu zählt.
Besonders an heißen Sommertagen bietet der schattige, von kühler Feuchtigkeit geprägte Tobel eine wohltuende Erfrischung. Doch auch im Winter lohnt sich ein Besuch: Bei frostigen Temperaturen verwandelt sich der Wasserfall in eine faszinierende Eiswelt. Meterlange, bizarre Eiszapfen wachsen aus der porösen Felswand, und mit etwas Glück lässt sich kurz vor dem Ende des Tobels eine mächtige Eissäule bestaunen, die von oben und unten langsam zusammenwächst. Witterungsbedingt kann der Weg in dieser Zeit jedoch zeitweise gesperrt sein.
Informationstafeln am Eingang des Tobels geben spannende Einblicke in die Entstehung der Schlucht. Während der letzten Eiszeit formten Gletscher und Schmelzwasser die heutigen Gesteinsschichten. Das ständig über die Felswände rieselnde Wasser bildet hier sogenannten Quell-Tuff – ein selten gut sichtbares geologisches Phänomen, das durch die üppige Moosbewachsung zusätzlich begünstigt wird. Auch botanisch hat das Tobel viel zu bieten: Alpenrosen, Fettkräuter, Fingerkraut, Baldrian und Glockenblumen finden in den Felsspalten und an den schroffen Wänden ideale Bedingungen.
Nach der Durchwanderung eröffnen sich zahlreiche Wandermöglichkeiten, etwa hinauf zur Sonnenklause oder nach Hochweiler zur „Königin der Liebe“, einer Gedenkstätte mit herrlichem Blick über das Illertal. Eine genussvolle Einkehr bietet das Berghotel Sonnenklause – mit Kräutergerichten aus dem eigenen Garten, einem Glas Wein oder hausgemachtem Sirup für kleine Gäste.
Parken:
Direkt am Einstieg zum Wanderweg gibt es ausgewiesene Parkplätze